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Metroid Prime (Spiel)

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Für einen Walkthrough von Metroid Prime (Spiel), siehe Metroid Prime (Spiel) Walkthrough


Metroid Prime (Spiel)
200px-MetroidPrime boxart.jpg

Entwickler Retro Studios
Herausgeber Nintendo
Erscheinungsdatum 22px-US-Flagge.svg.png 17. November 2002

22px-Japan-Flagge.svg.png 28. Februar 2003
22px-EU-Flagge.svg.png 21. März 2003

Plattform Gamecube
Sprache Deutsch
Handlungsort Tallon IV


Metroid Prime ist der erste Teil einer Sub-Serie innerhalb der Metroid-Reihe. Das Spiel erschien für den Nintendo Gamecube und wurde erstmals nicht von Nintendo selbst entwickelt, sondern von den texanischen Retro Studios, einer seinerzeit sehr jungen Firma ohne nennenswerte eigene Spiele. Metroid Prime bricht mit der traditionellen Seitenperspektive und entpuppt sich als ein waschechter Ego-Shooter und lässt den Spieler durch die Augen von Samus Aran blicken, was vor der Veröffentlichung zu einer heftigen Debatte über die Spielbarkeit und über die Merkmale der Metroid-Spiele auslöste. Tatsächlich verblüfft das Spiel aber mit tadelloser Spielbarkeit und vermittelt dennoch das typische Spielgefühl, da es noch immer den Schwerpunkt auf Erkundung und das Aufdecken von Geheimnissen legt statt auf wilde Schießereien. Metroid Prime gilt noch heute als eines der besten Spiele der gesamten Serie und als ein Musterbeispiel dafür, wie erfolgreiche 2D-Konzepte in die dritte Dimension umgesetzt werden können.

Spielmechanik Bearbeiten

Metroid Prime verfolgt die selben prinzipiellen Mechaniken zur erfolgreichen Absolvierung des Spiels wie seine Vorgänger. Samus durchquert verschiedene Areale mit unterschiedlichen Themen und Merkmalen, findet dabei verschiedene Waffen- und Ausrüstungssysteme und bekämpft einheimische Kreaturen sowie die erneut auftretenden Weltraumpiraten. Dennoch fallen vor allem zwei Änderungen schwer ins Gewicht: die Auslegung auf die Ego-Perspektive und die Einbindung des Scan-Visors. Außerdem wurde die Integration des Morph Balls exzellent gehandhabt.

Perspektive Bearbeiten

Metroid-prime-3-7.jpg

In seiner Natur als First-Person-Shooter wird das gesamte Spiel durch die Augen der Protagonistin Samus Aran dargestellt. Dadurch ergeben sich zwangsweise Änderungen an der Spielmechanik, da diese Perspektive weniger Übersicht bietet als die klassische Seitenansicht und außerdem schneller zu Orientierungsschwierigkeiten führen kann. Deshalb wurde eine, sich parallel zu Samus mitdrehende, dreidimensionale Karte eingebaut, die diesen beiden Punkten entgegen wirken soll. Des Weiteren wurde die Steuerung konsequent auf diese Perspektive ausgelegt, so dass die drei Grundhandlungen Laufen, Springen und Zielen relativ reibungslos von der Hand gehen. Laufen und Zielen sind jedoch nicht gleichzeitig möglich, Samus bewegt sich also entweder vorwärts oder zielt und bleibt dabei auf der Stelle stehen. Die Perspektive sorgt für eine stärkere Bindung von Spieler und Spielfigur, da der Spieler sich leichter mit Samus identifizieren kann.

Scan Bearbeiten

Metroid prime Scan Visor.jpg

Ein völlig neues Spielelement ist das Scannen von Gegenständen. Dadurch lässt sich an speziellen Vorrichtungen die Hintergrundgeschichte aufdecken und Zusammenhänge innerhalb des Spiels identifizieren. Gescannte Gegner lassen sich dadurch analysieren und offenbaren ihre Schwachpunkte. Außerdem können durch das Scannen gewisse Schalter und Mechanismen ausgelöst werden. Der Scan-Visor ist dabei einer von vier optischen Wiedergabegeräten im Helm von Samus, genannt Visoren, und ist von Anfang an verfügbar. Bei Aktivierung erscheint ein rechteckiges, transparentes Fenster im Sichtfeld von Samus, das scanbare Objekte mit einem Symbol vermerkt, wenn sie durch dieses Fenster betrachtet werden. Zum Scannen muss eine Taste gehalten werden, bis sich ein Balken geladen hat. Dies dauert wenige Sekunden und simuliert die Datenerfassung und -auswertung von Samus' Informationssystem.

Morph-Ball Bearbeiten

Metroid Prime Morph Ball.jpg

Der Einbau des Morph Balls ist ein obligatorisches spielmechanisches Mittel der gesamten Serie. In diesem Spiel erfolgt die Umwandlung in die Kugelform via Druck auf die X-Taste (Gamecube) oder C-Taste (Wii). Dabei wird die Perspektive verändert, da dieser Modus aus der Sicht von Samus nicht dargestellt werden kann und eine solche Darstellung auch wenig Sinn machen würde. Stattdessen wird sie in diesem Modus in der dritten Person gezeigt, also im Rücken. Es gibt zahlreiche schmale und enge Stellen, Löcher, Durchgänge und Rohre, die nur in diesem Modus betreten und passiert werden können. Der Wechsel erfolgt dabei reibungslos und ohne Unterbrechung, wodurch dieser Modus die Entdeckungen abwechslungsreicher macht und spielerisch aufwertet. Oftmals gibt es eigens für diesen Modus ausgelegte Abschnitte, die dann von der Seite dargestellt und aus weiterer Distanz gezeigt werden, um so die klassische Perspektive früherer Metroid-Spiele zu simulieren. In solchen Passagen werden häufig Schalter umgelegt, die ein weiteres Vorankommen ermöglichen. Diese Passagen werden im Spielverlauf immer komplexer und verschachtelter und benötigen meist eine geschickte Kombination aus Morph Ball, den Morph Ball-Bomben und dem Spider Ball.

HandlungBearbeiten

Bei der Zerstörung der Piratenbasis auf Zebes in Metroid wurde das gesamte Bodenpersonal der Weltraumpiraten von Samus getötet, teils auch durch die Explosion der Anlage. Allerdings überlebt die Besatzung dreier sich im All befindlicher Fregatten, von denen sich eine im Orbit des Planeten Tallon IV postiert, den Körper ihres Kommandanten Ridley wiederbelebt und an tallonischen Parasiten und einer radioaktiven Substanz namens Phazon forscht, welche sie auf Tallon IV entdeckten. Es wird nicht geklärt was die Piraten der anderen beiden Fregatten machen, was den Schluss nahelegt, dass sie die Station auf Zebes wieder aufbauen. Bei diesen genannten Forschungen kommt es zu nicht näher geklärten Unfällen und ein Großteil der Besatzung fällt den Parasiten zum Opfer, weite Teile der Labors werden zerstört. Ausgerechnet Samus Aran verfolgt das ausgesendete Notsignal zurück und betritt die Fregatte, wo sie ein Bild der Zerstörung findet. Viele Piraten haben die Station bereits in Rettungskapseln zum Planeten verlassen, die wenigen verbleibenden sind schwer verwundet. Die Fregatte leitet nach dem Kampf gegen den Mutterparasit eine Selbstzerstörungssequenz ein, bei der Samus noch kurz auf ihren zu neuem Leben erwachten Erzfeind Meta-Ridley trifft. Bei der Flucht zurück zu ihrem Raumschiff wird ihr Kampfanzug schwer beschädigt und verliert die meisten seiner Waffen und Systeme. Samus verfolgt den fliehenden Meta-Ridley auf die Planetenoberfläche, aber verliert seine Spur.

Sie entdeckt nach und nach, dass sich ein Stamm der Chozo vor unzähligen Jahren hier niederließ und im Einklang der Natur meditierte. Noch immer stehen die Tempelanlagen, doch sie zerfielen zu Ruinen. Die Chozo wurden Zeuge einer planetaren Umweltkatastrophe, als ein Meteorit völlig unerwartet auf der Oberfläche einschlug und gewaltige Zerstörungen anrichtete. Von ihm als Ursprung verbreitet sich die Große Seuche über den Planeten, denn er beherbergt das hochgiftige Material Phazon und produziert es unaufhörlich weiter. Es wird nicht geklärt, warum oder von wo der Meteorit kam, doch die Chozo ahnen bereits, dass er von einem Phazon-verseuchten Planeten stammen könnte. Von Phazon infizierte Lebewesen sterben oder mutieren drastisch, und das Trinkwasser der Chozo wird durch ein Phazon-infiziertes Pflanzenwesen namens Flaahgra vergiftet. Sie wissen, dass sie dem Tode geweiht sind und bauen eine Schutzsphäre um den Meteoriten, das Signum, damit sich die Seuche nicht noch weiter ausbreiten kann. In ihren Visionen sehen sie die Ankunft einer Lichtgestalt, die den Planeten retten wird. Für diesen Krieger legen sie ihre geheiligten Waffen und Ausrüstungssysteme bereit, bevor sie endgültig an der Seuche aussterben.

Die Piraten unterdessen setzen ihre Erforschungen am Phazon und an den Metroids fort. Sie verwenden die geothermale Energie der Höhlen von Magmoor für die Versorgung ihrer neuen Basis Hydra in der Eiswüste von Phendrana, die sie konsequent ausbauen und verstärken. Sie führen ihre Phazonexperimente an den verschiedensten Lebensformen aus, darunter auch den Metroids sowie an Embryonen ihrer eigenen Rasse. Diese Experimente resultieren sowohl in Thardus, einem gigantischen Steinhaufen, als auch in einer neuen Kämpferreihe, den Elitepiraten. Weiterhin versuchen sie die Waffensysteme von Samus zu kopieren und entwickeln dadurch die Beam-Piraten. Die Piraten bauen das Phazon entlang des Meteoritenkraters ab und errichten hier die Phazon-Minen, da sie aufgrund des Signums nicht direkt bis zum Kern durchdringen können. Daraus resultiert eine tiefe Abneigung gegen die Chozo, denn im Kern entdecken sie Lebenszeichen einer Kreatur, die anscheinend für die Phazonproduktion verantwortlich ist. Sie erhoffen sich mit einem Durchbruch zu dieser Kreatur enorme Ressourcensicherungen und neue Erkenntnisse.

Samus Aran durchstreift den Planeten und sabotiert die Arbeit der Piraten, während sie laufend weitere Waffensysteme der Chozo findet und auch teils Erforschungen der Piraten wie den Thermal Visor für sich nutzt. Sie löscht die Piraten weitestgehend aus und öffnet den Zugang zum Meteoritenkern, indem sie die zwölf Artefakte der Chozo findet und somit das Siegel bricht. Bevor sie den Kern betritt stellt sich ihr Meta-Ridley in den Weg, doch sie vernichtet ihn ein weiteres Mal. Im Innern des Meteoriten trifft sie auf Metroid Prime, das für das Phazon verantwortliche Wesen. Indem sie es besiegt, dämmt sie die Ausbreitung ein und vernichtet die größten Phazonvorkommen. Der Planet kann sich nun regenerieren.

Präsentation Bearbeiten

Metroid Prime setzte seinerzeit grafisch neue Maßstäbe aufgrund der stimmigen und fehlerfreien Optik. Alle Areale und Räume weisen eine enorme Fülle an Details auf, die zum damaligen Zeitpunkt nahezu unerreicht war und einen Großteil der Atmosphäre schafft. Zusätzlich dazu sorgen viele Effekte auf dem Visier zu einer verstärkten Identifikation mit der Spielfigur. So hinterlassen die Parasiten beispielsweise bei Beschuss eine Schmutzschicht auf dem Helm, der die Sicht einschränkt, oder manche Gegner stören das elektronische Signal des Helmes und sorgen für ein verrauschtes Bild. Bei manchen schweren Explosionen spiegelt sich sogar das Gesicht von Samus auf dem Glas. Weiterhin simuliert die Darstellung der Ränder des Visiers eine Sichtweise aus dem Helm heraus.

Die Musik stammt von Kenji Yamamoto, dem selben Komponisten der auch bereits Super Metroid vertonte. Seine Musikstücke unterstreichen gekonnt die düstere und geheimnisvolle Atmosphäre des Spiels. Trotz des modernen Klangs erinnern manche Stücke noch an die Musik früherer Spiele. Das Thema der Höhlen von Magmoor ist beispielsweise ein Remix der Hintergrundmusik vom Norfair-Gebiet aus Super Metroid.

Spiele der Hauptserie
Metroid | Metroid: Zero Mission | Metroid II: Return of Samus | Super Metroid | Metroid Fusion | Metroid Prime | Metroid Prime: Hunters | Metroid Prime 2: Echoes | Metroid Prime 3: Corruption | Metroid: Other M
Ableger und Kompilationen
Metroid Prime Hunters: First Hunt | Metroid Prime Pinball | Metroid Prime: Trilogy

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